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In der Idee der christlichen Therapie fließen Aspekte biblischer Anthropologie zusammen mit psychotherapeutischen Anwendungen, soweit diese mit einem christlichen Weltbild vereinbar sind. Aus den Wissenschaften gibt es zahlreiche Impulse, die neben traditioneller Seelsorge einen heilsamenEffekt auf die Befindlichkeit des Einzelnen erzielen können. In der christlichen Therapie begegnen sich nicht allein Therapeut und Klient, sondern es wird Gott selbst in seiner Identität als Schöpfervater, Sohn und Heiliger Geist in den therapeutischen Prozess mit einbezogen.
Das Alte Testament beschreibt den Menschen als Abbild Gottes: Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib (1. Mose1, 27). Dieser Mensch ist eine Person aus Leib, Seele und Geist, die sich für Gott entscheiden kann.
Für den Gläubigen ist das Bewußtsein seiner christlichen Identität, das Gefühl des Getragens- und Geliebtseins von Gott, sowie der Annahme des Neuen Bundes durch den Glauben an Jesus Christus entscheidend. Diese Glaubenselemente ermöglichen ihm wiederum eine liebevolle Beziehung zu Gott und den Mitmenschen und erlauben es ihm damit auf wertvolle Ressourcen zu seiner Lebensbewältigung zurückzugreifen. Christliche Therapie versucht vor diesem Hintergrund heraus Störfaktoren der Beziehung zu Gott zu erkennen, eine neue, vertrauensvollere Beziehung zwischen ihm und dem Individuum aufzubauen und die persönliche Problematik / Fragestellung des Ratsuchenden aufzuarbeiten.